Die Landmaschinen-Fabrik

Der im Jahre 1805 geborene Landwirt und Kleineisenschmied Peter Daniel R. gründete im 19. Jahrhundert eine Firma zur Herstellung von Stiefeleisen.

Schnell reichte die ursprüngliche Produktionsstätte nicht mehr aus und man musste an einen größeren Standort ausweichen.
Mit dem Umzug an einen neuen und größeren Standort, wuchs gleichzeitig auch die Produktpalette der Firma rasch an.
So umfasste der Gesamtkatalog des Unternehmens im Jahre 1914 über 1.200 Seiten mit knapp 30.000 Artikeln.
Im Jahre 1926 beschäftigte das Unternehmen 640 Menschen. Den Höhepunkt erreichte das Unternehmen in den 1960er Jahre und beschäftigte ca. 1.000 Angestellte und zählte so im 20. Jahrhundert zu den größten Fabriken der Stadt.

Mit dem Rückgang der Landwirtschaft und der Einführung neuer Technologien im 20. Jahrhundert, geriet die Firma in wirtschaftiche Schieflage, sodass im Ende des 21. Jahrhunderts Insolvenz angemeldet werden musste.

Das 2009 aufgegebene Fabrikgelände bildet mit einer Größe von rund 60.000 Quadratmetern heute die größte brachliegende Gewerbefläche der Stadt. Das monumentale Haupt- und das Lagergebäude an der Hauptstraße sollen aber erhalten bleiben und wurden Ende 2014 unter Denkmalschutz gestellt.

Zuletzt diente das ca. 6,5 Hektar große Areal als Filmkulissem – so wurde beispielsweise eine bekannte Netflix-Serie auf dem einstigen Areal der Landmaschinen-Fabrik gedreht. Im vergangenen Herbst saßen Millionen von Zuschauern gebannt vor den
Bildschirmen, um den ARD-Mehrteiler „Babylon Berlin“ zu sehen. Aufgrund des großen Zuspruchs, begannen Anfang diesen Jahres die Dreharbeiten für die dritte Staffel des Fernseh-Blockbusters. Die Macher des Mehrteilers hatten offenbar schon seit geraumer Zeit ein Auge auf das markante Backstein-Gebäude geworden. Letztendlich entschied man sich dazu, das ehemalige Fabrikgelände als weitere Filmkulisse für den Blockbuster zu nutzen.

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